11.06.2018

Schulz-Hendel (Grüne) beeindruckt von engagierter Arbeit in der Kindertagesstätte Vorbrück in Walsrode

Bessere Personalausstattung ist dringend erforderlich.
Beeindruckt zeigte sich Detlev Schulz-Hendel, Landtagsabgeordneter Grünen, nach einem Besuch am 06.06. der Kindertagesstätte Vorbrück in Walsrode von der engagierten Arbeit der Erzieherinnen. „Die Anforderungen sind enorm“, sagte Schulz-Hendel. Im Regelfall müssten Zwei Erzieherinnen pro Gruppe den Erwartungen von 25 Kindern gerecht werden. „Für alle Kinder müssen die Erzieherinnen jederzeit ein offenes Ohr haben. Sie müssen den Kindern Anregungen geben und sie müssen sie dabei unterstützen, Konflikte zu lösen. Viele Kinder brächten Probleme von zuhause mit. „Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern spielt eine zunehmende Rolle“, so Schulz-Hendel.

„Von der Politik werden den Kindertagesstätten immer neue Aufgaben übertragen und die Anforderungen sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen“, sagte Susanne Heßland, Leiterin der Kindertagesstätte. Ab dem kommenden Sommer solle jetzt auch noch zusätzlich die vorschulische Sprachförderung übernommen werden, die bisher von Grundschullehrkräften durchgeführt werde.“ Dafür müsse dringend die Personalausstattung der Kitas verbessert werden. Nur so könne auch verhindert werden, dass viele Fachkräfte ihren Beruf frühzeitig wieder aufgeben, erklärte Schulz-Hendel.

„In jeder Kita-Gruppe muss eine dritte Fachkraft eingesetzt werden“, forderte Schulz-Hendel und Susanne Heßland ergänzte: „ Wir wünschen uns perspektivisch kleinere Gruppen.“ Dafür habe auch die Kita-Volksinitiative, ein Zusammenschluss aus Eltern und Erzieherinnen und Erziehern mehr als 100.000 Unterschriften gesammelt. „Die engagierten Kräfte gehen auf dem Zahnfleisch, der Fachkräftemangel ist hoch.

Schulz-Hendel: „Die Grünen haben deshalb im Januar einen Antrag in den Landtag eingebracht, mit dem eine Drittkraft für die Kindergartengruppen im Kita-Gesetz verankert und vom Land finanziert werden soll. Darüber hinaus sind höhere Verfügungszeiten zwingend  erforderlich.“

Scharfe Kritik übte Schulz-Hendel am Kitagesetzentwurf von SPD und CDU: „Im Gesetzentwurf der Großen Koalition findet sich nicht der geringste Ansatz für eine bessere Personalausstattung und zur Qualitätsverbesserung. An der Situation in den Kindertagesstätten geht die Politik der Landesregierung vollkommen vorbei. Stattdessen belastet sie nicht nur die Kitas künftig, sondern auch die Kommunen und die Eltern der Horte und Krippen.“

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